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FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

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Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland erreichen Höchststand von 137 Milliarden Euro – Klimastrategien gewinnen für den Finanzmarkt an Bedeutung // 11.05.2016

Immer mehr Anleger entscheiden sich für Geldanlagen, bei denen neben den klassischen Finanzaspekten Liquidität, Rentabilität und Sicherheit auch soziale, ethische und ökologische Kriterien einfließen. Dies belegen die vom Fachverband Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) am 11. Mai 2016 in Berlin veröffentlichten Jahresstatistiken. Demnach ist der nachhaltige Anlagemarkt 2015 in Deutschland um sieben Prozent auf knapp 137 Milliarden Euro angewachsen. Werden ausschließlich nachhaltige Investmentfonds und Mandate betrachtet, liegt das Plus sogar bei 31 Prozent.

„Vor allem institutionelle Investoren setzen auf nachhaltige Anlagen“, erklärt der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber bei der Präsentation des FNG-Marktberichts. „Auch wenn in Deutschland private und institutionelle Anleger jeweils in absoluten Zahlen hinzugewonnen haben, konnten letztere ihren Marktanteil an Nachhaltigen Geldanlagen auf den Spitzenwert von 85 Prozent ausbauen. Privatanleger haben dagegen mit einem Anteil von 15 Prozent etwas verloren. Die wichtigste Gruppe der institutionellen Investoren im Bereich der Nachhaltigen Geldanlagen sind öffentliche Pensionsfonds, gefolgt von kirchlichen Institutionen & Wohlfahrtsorganisationen sowie Stiftungen. Bei der Entscheidung für Nachhaltige Geldanlagen spielen neben ethischen Fragen insbesondere bei institutionellen Investoren Aspekte wie Risiko-Management und Reputation eine Rolle.“

Gerade im Zusammenhang mit dem Klimawandel ergeben sich für die Finanzbranche neue Risiken. Beispielsweise können Unternehmen mit CO2-intensiven Geschäftsmodellen überbewertet sein, wenn zur Einhaltung des Zwei-Grad-Ziels weniger fossile Brennstoffe gefördert werden dürfen. Die zentralen Strategien im Umgang mit diesen Herausforderungen sind dem FNG-Marktbericht zufolge die Ausübung der Stimmrechte auf Aktionärsversammlungen und Dialoge im Sinne einer klimafreundlichen Unternehmenspolitik, grüne Investitionen und der Ausschluss besonders emissionsstarker Titel, das so genannte Divestment. Weniger verbreitet ist es bislang, den CO2-Fußabdruck von Finanzprodukten zu messen, auch wenn hier 2016 noch viel an Aktivität zu erwarten ist.

„Nach den Beschlüssen des Pariser Klimagipfels im vergangenen Jahr und dem beachtlichen klimapolitischen Engagement der Finanzbranche mit Initiativen wie dem Montréal Pledge oder der Einführung von Divestment-Strategien ist es nun gerade auch im Sinne der Anleger zentral, hierauf weiter aufzubauen“, betont FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober. „Aus den Erhebungen zum FNG-Marktbericht wissen wir, dass sich die Finanzakteure ihrer Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen bewusst sind und auch die Risiken des Klimawandels zunehmend proaktiv angehen. Aber auch Maßnahmen der öffentlichen Hand können sinnvoll sein. Hierfür ist Frankreich mit dem 2015 verabschiedeten Gesetz zur Energiewende und grünem Wachstum ein gutes Beispiel.“

Das FNG stellt mit seinem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen seit über zehn Jahren umfassende Statistiken zu den nachhaltigen Anlagemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung. Die Daten erhebt das FNG. Die Statistiken werden außerdem in die SRI Study des europäischen Dachverbands Eurosif einfließen, die im Herbst dieses Jahres erscheint. Folgende Sponsoren und Unterstützer haben den Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2016 ermöglicht: Union Investment, Vescore, oekom research AG, Pax-Bank, von der Heydt Invest SA, Basellandschaftliche Kantonalbank, KlimaGut Immobilien AG und Metzler Asset Management GmbH.

 
Studie:

Presseunterlagen:

Deutschland, Österreich und die Schweiz: Überdurchschnittliche Zuwächse bei Nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Deutschland: Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland erreichen Höchststand von 137 Milliarden Euro – Klimastrategien gewinnen für den Finanzmarkt an Bedeutung

Österreich: Nachhaltiger Anlagemarkt in Österreich erreicht erstmals zweistelligen Milliardenbereich

Schweiz: Verstärktes Engagement institutioneller Investoren führt zu substantiellem Wachstum nachhaltiger Anlagen in der Schweiz 

Germany, Austria and Switzerland: Above-average growth for sustainable investments in Germany, Austria and Switzerland

Suisse: Les investissements durables ont réalisé une progression substantielle en Suisse suite à un engagement marqué des investisseurs institutionnels

Grafiken:

Alle Grafiken aus dem FNG-Marktbericht 2016 finden Sie hier.
 

Diese Pressemitteilung als PDF.


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