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FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

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Europäische Asset Owner setzen vermehrt auf Nachhaltige Geldanlagen, um sich gegen Langzeitrisiken zu schützen // 04.12.2012

Novethic veröffentlicht die jährliche Studie zur Integration von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, gute Unternehmensführung) durch europäische Asset Owner „ESG Strategies of Asset Owners – Different Scenarios across Europe“. Darin wurden die Aussagen von Geschäftsleitern von 115 führenden Finanzinstituten in elf europäischen Ländern ausgewertet. 

Insgesamt verwalten diese ein Vermögen von 4,470 Mrd €. Neben der grundsätzlichen Haltung gegenüber verantwortlichem Investieren konzentriert sich die diesjährige Studie auf die Umsetzung von nachhaltigen Anlagestrategien, für eine bessere Vergleichbarkeit wie ESG Kriterien in die Vermögensverwaltung integriert werden. Die Daten für Deutschland wurden vom Forum Nachhaltige Geldanlagen erhoben. Die Studie wurde mit Unterstützung der BNP Paribas Investment Partner durchgeführt.

ESG Strategien zur Begrenzung langfristiger Risiken

Ein Drittel der Befragten führt die Begrenzung langfristiger Risiken als Grund für die Integration von ESG-Kriterien an. Diese Motivation hat in den letzten drei Jahren stetig an Bedeutung gewonnen und wird mittlerweile der Begründung vorgezogen einen allgemeinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten zu wollen. Investoren werden sich allmählich bewusst, dass sie die ökonomische Wirkung von sozialen und ökologischen Krisen stärker gewichten müssen. Die Resultate weisen des Weiteren darauf hin, dass nur wenige Investoren motiviert sind die ESG-Integration als Mittel zu nutzen um ihre Reputation zu schützen (17%) oder ihre finanzielle Performance zu steigern (9%).

Methoden um Unternehmen zu beeinflussen

Die Umfrage zeigt das breite Spektrum an nachhaltigen Anlagestrategien. Normbasierte Ausschlüsse dominieren, wobei 57% der Investoren angeben, dass sie Unternehmen aufgrund von schweren Menschenrechtsverstößen oder  Umweltzerstörungen ausschließen. Den häufigsten Ausschluss stellen geächtete Waffen (Anti-Personen Minen und Streubomben) dar. Ethische Branchen-basierte Ausschlüsse (Tabak, Alkohol, Waffen, etc.) werden von 47% der Investoren genutzt. Diese Methoden werden bei 54% der Befragten mit dem Engagement-Ansatz kombiniert. Insbesondere in Frankreich und Deutschland hat sich der Best-in-Class-Ansatz weiter verbreitet und erreicht nun 37%.

„Grüne Investments“ variieren von Land zu Land: Deutsche und niederländische Anlagebesitzer sind am stärksten dazu geneigt diese zu nutzen, dennoch gibt nur ein Drittel der europaweit Befragten an, dass sie „grüne Investments“ besitzen. Ähnliche Ergebnisse weisen „soziale Investments“ auf, von denen 34% der Investoren sagen, dass sie solche Investments haben werden.

Konsolidierte und transparentere Methoden

Die Zahl der Firmen, welche eine Politik oder Regeln zur Anwendung von ESG-Kriterien schriftlich formuliert haben stieg von 42% im Jahre 2011 auf 61% im Jahre 2012. Weitere 20% planen die Erstellung einer formellen Nachhaltigkeitsanlagepolitik innerhalb des nächsten Jahres.

Diese Nachhaltigkeitsstrategien sind zunehmend im hohen Management angesiedelt. In fast einem Drittel aller Fälle werden diese von Senior Anlagemanager beaufsichtigt und bei 17% vom Vorstand.

Weniger als ein Drittel der befragten Investoren haben ein unternehmensinternes ESG-Analyse Team. Die Investoren, die ihr Nachhaltigkeitsmanagement übertragen haben bestehen meist auf die Einhaltung von Ausschlusskriterien (40%). Rund 29 % der Befragten senden Fragebögen an mögliche Asset Manager, oder verlangen von diesen eine Strategie zum nachhaltigen Investieren.

Die Analyse der Anlageklassen in denen die Investoren systematisch ESG-Kriterien anwenden zeigt sich wie folgt: bei 54% der Aktien, bei 45% der Unternehmensanleihen und bei 31% der Staatsanleihen werden ESG Kriterien angewandt.

 

Die Studie steht unter folgendem Link zum Download bereit: www.novethic.com/novethic/v3_uk/upload/ESG_Survey_2012.pdf

Die Pressemitteilung auf Deutsch als PDF
Die original Pressemitteilung auf  Englisch

Weitere Informationen unter: www.novethic.com

Pressekontakt: Célia Juère - +33 (0) 1 58 50 98 23 – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Novethic, a subsidiary of the Caisse des Dépôts, is a research centre focusing on Socially Responsible Investment (SRI) and Corporate Social Responsibility (CSR), as well as a sustainable development media expert. www.novethic.com

 With the support of 
BNP Paribas Investment Partners is the dedicated asset management business of the BNP Paribas Group. With total assets under management of EUR 502 billion*, BNP Paribas Investment Partners is the 6th-largest asset manager in Europe* and applies Environmental, Social and Governance (ESG) standards to its mainstream investments. (*Source: BNPP IP per 30 September 2012). BNP Paribas Investment Partners is also a leading player in Sustainable and Responsible Investment (SRI) with EUR 19 billion assets under management* and the expertise of nearly 60 investment professionals in 10 investment centres. (*Source: BNPP IP per 31 October 2012).

  

 


 

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, repräsentiert mehr als 170 Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft einsetzen. Dazu zählen Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Rating-Agenturen, Finanzberater und wissenschaftliche Einrichtungen. Das FNG fördert den Dialog und Informationsaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und setzt sich seit 2001 für verbesserte rechtliche und politische Rahmenbedingungen für nachhaltige Investments ein. Das FNG verleiht das Transparenzlogo für nachhaltige Publikumsfonds, gibt die FNG-Nachhaltigkeitsprofile und die FNG-Matrix heraus und ist Gründungsmitglied des europäischen Dachverbandes Eurosif.

Weitere Informationen unter www.forum-ng.org und http://twitter.com/FNG_eV.


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