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FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

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FNG-Heuriger Nachhaltigkeit von Infrastrukturprojekten und Sportgroßveranstaltungen - Zusammenfassung // 27.05.2014

Am 19. Mai fand der vierte FNG-Heurige zum Thema Infrastrukturprojekten und Sportgroßveranstaltungen statt. Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung des Events:

Martin Weishäupl. Geschäftsführer, brainbows

Martin Weishäupl sieht drei Wirkungsebenen für die Nachhaltigkeitsbewertung von Sportevents: den Event selbst, die mittel- bis langfristige Wirkung für Region oder das Veranstalterland und die nachhaltige Wirkung für den Breitensport.

brainbows war u.a. an der Erstellung der Nachhaltigkeitskonzepte für die Fußball-EM 2008 in Österreich und der Schweiz und der Ski-WM in Schladming 2013 beteiligt. Anhand dieser beiden Beispiele wurden Erfolgsfaktoren und Verbesserungsmöglichkeiten für künftige Veranstaltungen vorgestellt. Für internationale Großevents wie Fußball-WMs oder Olympische Spiele sieht Weishäupl v.a. die Sportverbände wie IOC oder FIFA stärker in der Pflicht, bei der Vergabe stärker auf Menschenrecht- und Nachhaltigkeit Wert zu legen und dies in der Folge auch einzufordern und zu kontrollieren.  

Reinhard Friesenbichler. Geschäftsführer, RFU

Die Nachhaltigkeit einer großen Sportveranstaltung beginnt beim Sinn des Sports an sich. Dieser ist umso ausgeprägter, je eher eine Sportart bzw. ein Event dazu geeignet ist via Spitzensport auch Breitensport zu induzieren. Der volkswirtschaftliche bzw. gesellschaftliche Nutzen liegt dann in der Sinnstiftung für den Einzelnen und den Gesundheitseffekten quer durch die Bevölkerung. Und auch hier gilt tendenziell: „small is beautiful“, denn je größer eine Sportveranstaltung, desto größer der Ressourcenverbrauch und desto grösser das Risiko von teuren, ungenutzten Überkapazitäten nach dem Event.

Günther Herndlhofer. CIO, VBV Vorsorgekasse

Auch wenn die VBV – Vorsorgekasse selbst nicht direkt mit möglichen Konflikten rund um Infrastrukturinvestitionen im Zuge von Sportveranstaltungen betroffen ist, muss man auf mögliche Probleme aus Sicht des nachhaltig agierenden Investors in diesem Themenbereich hinweisen. Bei der Beurteilung solcher Projekte kommt es oft zu Konflikten mit Ausschlusskriterien wie kontroverse Wirtschaftspraktiken, Umweltbelastungen oder Arbeits- und Menschenrechtsverstöße. Zudem ist man oft mit dem Thema autoritäre Regime im Veranstaltungsland konfrontiert, was im Widerspruch zu einer nachhaltigen Investmentphilosophie steht.

Norbert Pralle. CSR Manager, Strabag

Ca. 30 % des Gesamtenergieverbrauchs wie auch ca. 40 % der CO2-Emissionen werden der Bau- und Immobilienbranche zugerechnet. Auch sind Flächen- und Naturverbräuche groß, augenscheinlich besonders bei Infrastrukturprojekten. Entsprechend groß ist daher jedoch auch der Hebel für nachhaltiges Wirtschaften. Dieser Hebel begründet die Schlüsselrolle der Bauwirtschaft, wenn es darum geht, ihren Einfluss auf gesellschaftlicher Ebene geltend zu machen und so die regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für ein nachhaltigeres Wirtschaften zu beeinflussen.
So stehen Baufirmen bei sportlichen Großereignissen zum Teil in der Pflicht: Zwar definiert die Auftraggeberschaft das Projekt in nahezu jeglicher Weise – also auch, wie nachhaltig ein Projekt während der Herstell-, Betriebs- und Nachnutzungsphase ist. Baufirmen für die teilweise bedauerlichen Vorgänge auf Großbaustellen z.B. in Russland, Katar und Brasilien hauptsächlich verantwortlich machen zu wollen, ist daher zu kurz gegriffen. Diese Projekte zeigen jedoch, dass bei großen Infrastrukturprojekten zahlreiche Beteiligte verantwortlich handeln müssen, wenn es keine Verlierer geben soll. Dies bedeutet daher auch, dass die auftragnehmenden Firmen die Projekte zwar ausführen sollten, dabei aber die Möglichkeit ergreifen sollten, deren Nachhaltigkeit zu verbessern und kontinuierlich auf eine Integration von Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen hinwirken sollten.

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